Weihnachten und geplante Obsoleszenz

Weihnachten ist just vorüber – Ich denke ein wenig über das Konsumverhalten der Menschen nach. Kapitalismus vs. Planwirtschaft sind Vergleiche die sich aufdrängen. Und immer wieder ein Thema: Geplante Obsoleszenz. Was ist das ?

Geplante Obsoleszenz ist der vorprogrammierte Produkttot, der dazu führen soll, dass das Kaufverhalten auf das regelmäßige Erneuern von Konsumgütern ausgerichtet wird. Zu unterscheiden sind hierbei:

  • Obsoloszenz durch Verschleiß
  • Obsoloszenz durch Neophilie

Produkte können also so generiert werden, dass sie schnell kaputt gehen, oder dass nachfolgende Produktgenerationen Features bereitstellen, die durch die vorhergehende Generation nicht abgedeckt werden. Mit dieser Ausrichtung der Produktion gehen verschiedenste Probleme einher:

  1. Wird zu unnötigem Kauf angeregt.
  2. Wird Müll produziert.
  3. Wird die Gewährleistungspflicht umgangen.
  4. Werden Produkte durch sich ändernde Standards unbrauchbar.
Dies wirkt sich zwar positiv auf die Produktvielfalt aus, allerdings werden wichtige Kriterien bei der Herstellung der Produkte nicht reflektiert – zumindest. nicht aus Verbraucherperspektive.
Verbraucher sollten ein Anrecht haben auf:
  1. Langlebige Produkte
  2. Reparable Produkte
  3. Guten Service
  4. Abwärts- und Aufwärtskompatibilität
  5. Gesicherte umweltverträgliche Entsorgung der Produkte
Daher sollten wir als Piraten mal versuchen, genau diese Dinge zu ermöglichen. Was denkt ihr wie das geht ?

 

6 Kommentare zu Weihnachten und geplante Obsoleszenz

  1. kurika sagt:

    So unwahrscheinlich es im ersten Moment klingt, eines der wesentliche Merkmale des Kapitalismus ist die künstliche Verknappung von Wohlstand. Sollbruchstellen sind da nur eine Ebene, eine viel offensichtlichere Wäre die Verknappung immaterieller Güter (Dateien) und die zunehmende Privatisierung von gemeinschaftlichem Eigentum bis hin zur http://de.wikipedia.org/wiki/Biopiraterie.

  2. Moritz sagt:

    Hah. Wie das geht?
    Naja, derzeit ist es so, dass es durchaus Produkte gibt, die nicht dieser Verfallsplanung unterliegen. Diese haben nur verhältnismäßig riesige Kosten.
    Was imo also helfen würde wäre, die Obsolenz eines Gegenstandes stärker als bislang vom TÜV oder Stiftung Warentest zu werten. Was meinst du dazu?

    • Christian Hautmann sagt:

      Meines Erachtens gibt es verschiedene Stellschrauben, mit denen man geplanter Obsoleszenz entgegenwirken kann:

      1. Verlängerung der Gewährleistungsfristen
      2. Steuerstrafen bei geringer Halbwertzeit der Produkte
      3.Stärkung von Verbraucherschutzinstitutionen
      4.Nachhaltigkeits. bzw. Robustheitslabel
      5.Entsorgungskosten auf Hersteller umschlagen
      6.Produkte mit großem “ökologischem Rucksack” gesondert versteuern

  3. [...] geplant so produziert, dass sie nach der Gewährleistungsfrist kaputtgehen. Ein lehrhaftes Video habe ich ja bereits gebloggt. Die “für die Tonne”-Mentalität ist vielen bekannt, die [...]

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