Novellierung Nova Schola

Es ist vollbracht – die ganzen Ideen zur Novellierung meines Schulkonzeptes “Nova Schola” in meinem Kopf wurden nun endlich einfach mal geordnet und nachvollziehbar auf digitales Papier gebracht und können nachgelesen werden.

Schaut doch einfach mal vorbei und hinterlasst vor allem Fragen in der FAQ, denn die ist leider noch ziemlich leer ^^.

Herzlichen Glückwunsch nach Berlin

Gestern ist etwas historisches geschehen: Die berliner Piraten haben den ersten Landtag geentert und es hätte nicht mehr viel gefehlt um in zweistelligem Bereich einzuziehen. Die Stimmung unter den Piraten ist wahrscheinlich so gut wie schon lange nicht mehr. Die mediale Präsenz sorgt sowohl für vielerlei Presse, als auch für ein gestiegenes Interesse. Allein auf dem Heimweg wurde ich gestern von drei Menschen beglückwünscht, für den Erfolg meiner Mitstreiter in der Hauptstadt.

Nun wirds ernst für uns: Werden die berliner Piraten es schaffen auch in einem repräsentativem Gremium zu überzeugen ?

Die Arbeit mit dem “politischen  Gegner” hat so seine Tücken, häufig wird Klientelpolitik betrieben und allein ein falsches Label an einer Idee führt oft sofortig dazu, dass sie für weite Teile des Plenums indiskutabel wird. Ich hoffe die Piraten werden hier mitmischen können und die verhärteten Linien zwischen den Fraktionen aufweichen um damit für vernünftige Politik zu sorgen. Wir werden sehen …

P.S.: Zahlen und Fakten erspahr ich euch, das gibts anderswo in besser.

Porta-Piraten entern Bürgerhaushalt

In Trier gibt es die Möglichkeit als Bürger Vorschläge einzubringen, welche konkreten Maßnahmen in Trier kommunalpolitisch umsetzen kann. Da wir noch in keinem beschlussfassendem Organ vertreten sind, ist dies also eine tolle Möglichkeit um trotzdem von außen auf die Lokalpolitik einzuwirken. Wer sich die Eingaben auf der Seite anschauen, kommentieren und bewerten möchte verwendet bitte folgende links:

Sonnenschulen

Energiesparende Straßenbeleuchtung 

Pimp Your School (Motz deine Schule auf) 

Lokales Produktlabel: “Trier – Total Lokal”

Kostenfreier Öffentlicher Personennahverkehr nach Hasselter Modell

Toilettenumrüstung

 

Hier die Vorschläge, die ich unterbreitet habe:

 

Sonnenschulen

Die Schulen in Trier sind teilweise ziemlich renovierungsbedürftig. An den Schulen lassen sich jedoch gezielt laufende Kosten reduzieren, indem man Solarkollektoren installiert.

Die Einsparungen die durch diese Umrüstung entstehen, sollen danach zweckgebunden für die Renovierung der Schulen verwandt werden.

 

Energiesparende Straßenbeleuchtung

Die Straßenbeleuchtung bietet ein hohes Energieeinsparpotential,wodurch langfristig die kommunalen Finanzen entlastet werden können.

Dies lässt sich durch schrittweise Auf- und Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf moderne, stromsparende LED-Technik realisieren. Diese bietet gegenüber herkömmlichen Energiesparlampen eine wesentlich höhere Lebensdauer von über 10 Jahren und eine bessere Umweltverträglichkeit.

Weiterhin sollte man prüfen, ob durch einen „Schlummermodus“ am späteren Abend zusätzlich Energie eingespart werden kann. Dabei wird die Lampe auf etwa ein Viertel der Leuchtkraft gedimmt, kehrt aber zur normalen Helligkeit zurück, sobald sich ein Verkehrsteilnehmer Fußgänger, Radfahrer oder Auto dem eingebauten Bewegungsmelder nähert.

 

Pimp Your School (Motz deine Schule auf)

Viele Schulen sind renovierungsbedürftig. Diese Maßnahme soll Schüler in die Konzeption als auch Durchführung der Schulumgestaltung mit einbeziehen. Das Prozedere verläuft im Großen und Ganzen wie folgt:

1. Schulen werden darüber informiert, dass sie Gelder für Renovierungszwecke erhalten können, sofern sie die Schüler nach folgender Beschreibung in den Prozess einbeziehen:

2. Schüler und Lehrer nehmen gemeinsam die Schule unter die Lupe und entscheiden demokratisch welche Bereiche sie umgestalten oder renovieren möchten. Die Entscheidungen werden basisdemokratisch entschieden, das bedeutet, das Wort der Schüler hat hierbe den größten Einfluss.

3. Durch Hilfe von außen machen sie eine Kostenaufstellung für die einzelnen Maßnahmen und orientieren sich hierbei ausschließlich an den Materialkosten.

4. Schüler, Eltern und Lehrer beteiligen sich am Umbau durch ihre eigene Arbeitskraft in den Schulferien. Auch Bürger können freiwillig teilnehmen.

5. Ehrung: Alle Teilnehmenden werden an einer Hall of Fame geehrt und erhalten eine Urkunde für die Beteiligung. Schüler können darüber hinaus eine Praktkumsbestätigung bekommen, sofern sie sich für eine festglegte Mindestdauer an den Umbauten beteiligen.

6. Alle teilnehmenden Schüler und Lehrer werden , sofern erwünscht, Mitglieder im Förderverein “Pimp my School XY”. Sie erhalten im folgenden Durchlauf von “Pimp your School” deshalb mehr Mitspracherecht für die zukünftigen Umbauten und Renovierungen, als die Mitschüler und Lehrer die nicht teilgenommen haben.

Hiernach beginnt der Kreislauf von vorne ab 1. wobei der 2. Punkt dahin abgeändert wird, als dass Mitglieder des Fördervereins bei den folgenden Abstimmungen doppeltes Stimmgewicht erhalten. Engagieren sich die Mitglieder im Folgejahr nicht, entfällt jedoch dieses Privileg.

Der Vorteil für die Schüler ist hierbei, dass sie durch ihr Engagement an der Schule einen größeren Einfluss darauf bekommen, wie ihre Schule sich verändert. Sie bekommen Mitspracherecht, weil sie selbst am besten wissen, woran es der Schule mangelt.

 

Lokales Produktlabel: “Trier – Total Lokal”

Regionale Produkte schonen die Umwelt, da lange Transportwege vermieden werden. Darüber hinaus stärken sie die lokale Wirtschaft.

Trier lebt zu großem Teil vom Tourismus, daher sollte es Touristen aber auch Einheimischen leichter gemacht werden lokale Proukte von anderen zu unterscheiden. Dazu dient das Label ” Trier Total Lokal”

Hersteller dürfen dieses Label verwenden, sofern Sie die Ware in Trier herstellen.

Verkäufer dürfen dieses Label verwenden, wenn sie in ihrem Markt diese Produkte gesondert exponiert feilbieten, oder sie speziell kennzeichnen.

Restaurants und Gastrobetriebe dürfen dieses Label verwenden, wenn sie Waren oder Speisen, welche ausschließlich aus lokalen Produkten bestehen in ihrer Karte gesondert kennzeichnen.

Optionale Ergänzung:

Hersteller biologisch angebauter Waren können ein spezielles Label erhalten, das nur lokalen Bioprodukten verliehen wird. Dieses heißt: Trier – Total Bio Lokal.

Das Label wird gegen eine geringe Gebühr verliehen, welche die Kosten für die Zertifizierung deckt.

 

Kostenfreier Öffentlicher Personennahverkehr nach Hasselter Modell

Der öffentliche Personennahverkehr für soll für jedermann kostenfrei werden. Die Mehrausgaben werden durch höhere Parkgebühren im Innenstadtbereich refinanziert und eine Erhöhung der Bettensteuer refinanziert. Alternativ könnte auch eine Umweltmaut erhoben werden.

Darüber hinaus gibt es viele Einsparungen im Betrieb, des ÖPNV, da Ticketverkauf und Ticketkontrolle überflüssig werden. Diese Kosten können in eine Verbesserung des Angebots umgeleitet werden.

Es gibt bereits drei Städte, die durch diese Maßnahmen das Angebot kostenfrei zur Verfügung stellen konnten, ohne unangemessene Eingriffe in den aktuellen Haushalt hinnehmen zu müssen.

Darüber hinaus kann hierdurch auch die angespannte Verkehrssituation in Trier entschärft werden. In allen Städten, die ihren Öffentlichen Nahverkehr nach dem Hasselter Modell gestalteten, sind die Nutzerzahlen der Öffentlichen Verkehrsmittel gestiegen.

 

Toilettenumrüstung

Vor allem Pissoires können derzeit schon betrieben werden, ohne Wasserkosten zu produzieren, da es Modelle gibt, die keine Spühlvorrichtung benötigen.

Toiletten in Schulen, Verwaltungsgebäuden und im öffentlichen Raum können so nachhaltig Einsparungen ermöglichen.

Nova Schola – Deutschland sucht die Superidee

 

Die letzte Zeit war ich hauptsächlich damit beschäftigt mich auf meine Prüfung in Forschungsmethoden und Evaluation vorzubereiten, diese ist nun absolviert – Resultat: 2,0.

Während der Prüfungsvorbereitungsphase stolperte ich jedoch durch meine Freundin über eine Wettbewerbsausschreibung. Ich konnte einfach nicht anders, als teilzunehmen. Ziel ist es eine Idee zu schildern, die Deutschland voran bringt, was liegt also näher als ein innovatives Schulsystem vorzustellen ?

Meine ersten Überlegungen stammen noch aus meiner Schülerzeit am Abendgymnasium. Nachdem ich das Bildungssystem ausgiebig kennenlernen durfte, sah ich hier und dort Dinge, die man anders machen könnte. Während meines Psychologiestudiums lernte ich dann viele nützliche Theorien aus den verschiedensten Bereichen kennen, die dann in die konkretere Ausarbeitung einflossen.

Ich habe Nova Schola dann mit größtem Aufwand ins Wahlprogramm der RLP-Piraten geboxt, von dort an, hat sich allerdings noch einiges verändert. Vor allem an den Formulierungen wurde gearbeitet, inhaltlich ist jedoch das meiste identisch, abgesehen vom Punkt Evaluation, der meinen Mitpiraten irgendwie Bauchschmerzen bereitete und daher komplett rausflog.

Ich hoffe ich werde es im Ideenwettbewerb relativ weit schaffen, damit das Konzept bekannter wird und vielleicht hier und dort seinen Weg in die bildungspolitische Debatte findet. Eingebracht werden sollten eine Präsentation und eine zweiseitige Kurzbeschreibung. Doch seht selbst, was daraus geworden ist:

 

Die Präsentation

Leider buggt die Embedding-Funktion daher nicht wundern, wenn es beim scrollen in eurem Browser was komisch aussehen sollte.

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Die Beschreibung:

Das folgende Schulkonzept soll die Antwort auf die Frage liefern, wie Bildung derart gestaltet werden kann, dass größtmögliche Selbstenfaltung des Einzelnen, bei optimaler Vorbereitung auf des Leben in der Informationsgesellschaft ermöglicht werden kann.

Nova Schola begreift sich selbst als Educational Management System, dass heisst, es ist so beschaffen, dass es sich durch selbstregulatorische Fähigkeiten automatisch und flexibel an die Bedürfnisse von Schülern und Gesellschaft anpassen kann. Dieses System ist für alle Bildungsinhalte ab dem 4. Schuljahr konzipiert.

Systemische Vorraussetzungen

Die ersten zwei Jahre werden die Schüler weiterhin im Klassenverband unterrichtet und werden nach ihrer Fähigkeit in Kompetenzgruppen eingeteilt. Nach der Orientierungsphase werden alle erdenklichen Bildungsinhalte nach Schwierigkeit und Inhalt in Komponenten organisiert.

Diese Komponenten werden durch Lehrteams anhand eigener methodischer Gesichtspunkte umgesetzt. Die Methodik der Lehrteams wird durch Evaluation abgebildet. Der Schüler kann anhand seiner Bedürfnisse die Lehrteams auswählen. Besucht er eine Komponente des Teams, werden dem Lehrteam Teamtoken gutgeschrieben.

Mit Teamtoken kann das jeweilige Lehrteam sich personell und dinglich ausstatten. Bekommt ein Lehrteam aufgrund geringen Erfolges zu wenig Token wird es aufgelöst, erhält es hingegen viele Token kann es sein Angebot personell und materiell erweitern. So wird sichergestellt, dass Bildung bedürfnisgerecht realisiert wird.

Die Leistung der Schüler wird ausserhalb des eigentlichen Bildungsgeschehens in Testfabriken zertifiziert. Hier werden objektive Tests erstellt und die erzielten Ergebnisse durch Mehrfachkorrektur bei hoher Interrater-Reliabilität objektiv abgebildet.

Komponenten

Komponenten sind die in den Rahmenlehrplänen festgesetzten Bildungsinhalte eines Faches. Der Schüler kann jedes Halbjahr wählen, auf welchem Schwierigkeitsgrad er die jeweilige Komponente absolvieren möchte. Sollte er eine Komponente nicht bestehen, kann er sie einzeln beliebig oft wiederholen – sitzen bleiben wird abgeschafft. Bei der Auswahl wird er durch Mentoren unterstützt, mit denen er sich regelmäßig trifft. Diese Mentoren sind ausgebilete Psychologen oder Pädagogen. Der Schüler entscheidet wann, wie und auf welcher Schwierigkeitsstufe er die Komponenten auswählt. Dies ist wichtig, denn Menschen unterscheiden sich in:

  • Chronotypus
  • Lernstil
  • Bereichsspezifischen Fähigkeiten

Diese Bedürfnisse und Fähigkeiten haben einen großen Einfluss darauf, wie, wann und bei welcher Schwierigkeit das Lernen für den Einzelnen erfolgen sollte, um im optimalen Bereich zwischen Unterforderung und Überforderung zu liegen.

Lehrteams

Lehrteams sind Gruppen von mindestens zwei Lehrern, die eine Komponente auf eine gemeinsam vereinbarte Art und Weise realisieren.
Die Bildung findet aus mehreren Gründen in Lehrteams statt:

Es ergänzen sich Stärken und Schwächen der einzelnen Lehrer.
Unterrichtsausfälle können durch nichterkrankte Lehrer des eigenen Teams vollständig kompensiert werden.
Lehrende können Methoden durch Beobachtung erlernen und bekommen Feedback durch ihre Kollegen.

Tokensysteme

Tokensysteme sind Währungssysteme, die erwünschte Verhaltensweisen verstärken. In Nova Schola gibt es drei Tokensysteme:

Teamtoken: Schüler geben Lehrteams Token, wenn sie sich für ihre Veranstaltung entscheiden. Diese werden von den Lehrteams zur personellen und materiellen Ausstattung des Lehrteams verwandt. Dadurch können erfolgreiche Lehrteams wachsen, erfolglose hingegen gehen in verbleibende oder neue Lehrteams auf. Diese Token geben dem System die oben genannte Selbstregulationkraft.

Lehrtoken: Lehrende bekommen Token für die Veröffentlichung und Weiterentwicklung von Unterrichtsmaterialien und Regiebüchern, die unter freier Lizenz auf der Lehrplattform veröffentlicht werden. Lehrtoken bringen finanzielle Boni für die Lehrenden mit sich.

Schülertoken: Schüler bekommen Schülertoken, wenn sie eigene Arbeiten anonymisiert auf der Lernplattform zur Verfügung stellen oder vorhandene Arbeiten kommentieren. Sie können die Token gegen spezielle Bildungsangebote eintauschen.

Evaluation

Die Methoden der Lehrenden werden evaluiert. Mentoren können anhand der Evaluation erkennen welche Methoden vom jeweiligen Lehrteam verwendet werden und für welche Schüler sich diese Lehrteams empfehlen.

Testfabriken

In den Lehrteams werden keine Noten verteilt, sondern die Leistungsentwicklung soll den Schülern ausschließlich durch Feedback rückgemeldet werden.

Noten werden ausgelagert, weil schlechte Noten demotivierend sind, und die eigentliche Leistungszertifizierungsfunktion aufgrund der Unvergleichbarkeit zwischen Klassen derzeit nicht valide erfüllt werden kann.

Die Testfabrik erarbeitet daher Tests für die einzelnen Komponenten, arbeitet Anforderungskataloge aus und schult die Korrektoren um hohe Interrater-Reliabilitäten zu erreichen. Die Tests werden in ursprünglicher anonymisierter Form von drei Korrektoren bewertet und der Mittelwert gebildet. Es finden zwei Testungen pro Komponente statt.

Die Testergebnisse geben mit den Evaluationsergebnissen ein sehr aufschlussreiches Bild darüber, wie erfolgreich einzelne Lehrteams sind. Daher ist es wichtig, sowohl Evaluation als auch Leistungszertifizierung vom eigentlichen Bildungsgeschehen abzukoppeln.

Der Zugang zum Studium wird durch bereichsspezifische Matura erleichtert, da nicht für jedes Studium alle Fachkenntnisse auf gleicher Stufe erforderlich sind.

Infrastrukturelle Erfordernisse

Schulleiter bekommen innerhalb eines anhand der Schüleranzahl festgelegten finanziellen Budgets vollkommene Autonomie über die finanziellen Mittel und Hoheit über Personalfragen.

Einzelne Aspekte der Verwendung dieser Mittel werden in der Schulversammlung demokratisch entschieden. Schüler, Lehrende und Mitarbeiter erhalten Rede-, Stimm- und Antragsrecht in diesem Gremium, um Allen aktive Mitbestimmung bei der Gestaltung der Lernumgebung zu ermöglichen.

Die Lehrplattform wird realisiert um die Lehrmittel, die von Lehrenden ausgearbeitet wurden, unter offener Lizenz zu veröffentlichen. Die Lernplattform wird umgesetzt, um Schülerarbeiten anonym zu veröffentlichen und deren Kommentierung zu ermöglichen. Die Schüler erhalten einen Laptop sowie Zugang zum Intranet mit den jeweiligen Plattformen.

Finanzierung

Obwohl dieses System komplex und umfangreich ist, können an einigen Stellen Kosten eingespart werden. Die freiwerdenden Mittel sind jedoch für die Realisierung anderer Aspekte notwendig. Die Integration aller Bildungseinrichtigungen in ein Educational Management System erspart vielerlei Aus-, Um- und Rückbauten, da Fluktuationen zwischen den einzelnen Bildungseinrichtungen aufgrund des demographischen Wandels nun innerhalb des Systems reguliert werden können.

Die Lehrplattformen bedeuten eine enorme Zeitersparnis bei der Unterrichtsvorbereitung, da bestehene Konzepte und Lehrmittel kopiert und adaptiert werden können. Das Abschaffen des Sitzenbleibens, die bereichsspezifischen Matura und die Einbettung der Erwachsenenbildung helfen, unnötige Zeitaufwendungen zu vermeiden. Dies schlägt sich volkswirtschaftlich in der früheren Arbeitsfähigkeit und bildungstechnisch in durchschnittlich kürzeren Ausbildungszeiten nieder.

Was Nova leisten kann

Das Educational Management System kann in seiner höchsten Ausbaustufe bedürfnisgerechtes, lebenslanges Lernen ermöglichen und flexibel auf demographische Entwicklungen reagieren. Es stellt die Selbstentfaltung des Einzelnen in den Mittelpunkt und ermöglicht die beste Nutzung der bereichsspezifischen Fähigkeiten der Schüler, Studenten und Auszubildenden.

Bildungsabbrüche und daraus resultierende volkswirtschaftliche Schäden können verringert werden. Nova ermöglicht durch die Testfabriken objektive Leistungszertifizierung durch Abkopplung der Leistungsmessung vom eigentlichen Bildungsgeschehen bei überregional vergleichbaren Kriterien.

Wie setzt man Nova Schola um

Nova Schola ist ein organisches System. Wenn zunächst einige wenige Schulen als Pilotprojekte durch dieses System geleitet werden, kann es während des Betriebs evaluiert werden. Nachdem das grundlegende System aufgebaut wurde, kann es nach und nach durch andere Bildungsformen wie schulische Berufsbildung, Fachhochschulbildung und akademische Bildung, erweitert oder geographisch weiter aufgegefächert werden.

Der große Vorteil an dem Nova-Prinzip ist, dass die selbstregulatorische Fähigkeit nach und nach die jeweiligen Bildungsarten in sich aufnehmen kann und sich durch die Token selbst reguliert. Bei Erfolg kann Nova daher problemlos über alle Bildungsebenen und Ländergrenzen hinweg wachsen und jedem eine bedürfnisgerechte Bildung ermöglichen. – Ein Leben lang.

Educational Gaming

Durch einen Ted-Talk wurde ich auf einen interessanten Gedanken aufmerksam gemacht. Seit einiger Zeit ist bekannt, dass Jungs im Bildungskontext stark benachteiligt werden. Warum das so ist, kann man unter anderem diesem Video entnehmen:

Interessanter als das Problem als solches, fand ich jedoch den geäußerten Lösungsansatz:

Machen wir doch einfach interessante, spielbare, fesselnde und lehrreiche Computer-Spiele.   Sicherlich würde das nur die Symptomatik bekämpfen, und es wäre weiterhin notwendig das Konzept Schule, vor allem im Hinblick auf Jungs, nochmal zu überdenken. Allerdings könnte so ein guter Schritt getan werden.

Warum glaube ich, dass das so ist ?

Ich persönlich bin der Ansicht, dass Jungs schlichtweg andere Lernmechanismen benötigen als Mädchen. Persönlich kenne ich sehr viele Jugendliche die spielrelevante Informationen förmlich aufsaugen, während sie in der Schule versagen. Ich denke es gibt einige Gründe dafür, dass dies so ist:

  1. Spielen macht Spass
  2. Das Lerntempo kann selbst bestimmt werden
  3. Kann man Spiele eigenständig explorieren und selbst entscheiden, womit man sich gerade beschäftigen möchte
  4. Man bekommt permanent zeitnahes Feedback und positive Verstärker
  5. Man kann mit anderen konkurrieren

Und weil dies so ist, wäre es wichtig gute, kostenfreie und lehrreiche Computerspiele zur Verfügung zu stellen. Ich persönlich denke, dass spielen die beste Art zu lernen ist, daher sollte die Politik sinnvolle Entwicklungen unterstützen, sofern die Rahmenbedinungen für Jungs in der Schule nicht maßgeblich verbessert wurden.

Das (Pirate) Thing — die (neue) alte Strategie für wirkliche Partizipation ?

Am Wochenende hatten die Rheinland-Pfalz Piraten ihr erstes Barcamp in Elmstein. Ich persönlich fand diese Art und Weise der Interaktion super, allerdings muss man auch gestehen dass dieses Barcamp genau eines nicht war, ein Barcamp. Eher kann man das was dort geschehen ist als Vortragsreihe mit anschließender Diskussion erachten.  Zumal die mangelnde externe Bewerbung und die dezentrale Location das ganze wenig offen für Nicht-Piraten gemacht hat.

Ich überlegte mir was am (dortigen) Konzept verbessert werden könne um das Arbeiten profitabler und ergebnisreicher zu gestalten. Und kam auf etwas, was wir dann auf der Autofahrt namentlich das Thing tauften. Da es auch noch mal etwas anderes ist als das Thing im klassischen, würde ich es für unsere Bedürfnisse einfach das Pirate Thing nennen.

Aber wie sieht nun so ein Pirate Thing aus ?  Was braucht man für ein Pirate Thing ?Warum sollte man das überhaupt tun ? Und was ist die Motivation dahinter ? Schauen wir uns das Ganze doch einfach mal näher an:

Was ist die Motivation dahinter ?

Piraten sehen sich als Verfechter der Demokratie und der bürgerlichen Mitbestimmung. Kurz: wir wollen, dass das Wort der Bürger in der Politik erhört wird. Viele Menschen haben gute Ideen, die niemals in der Regierung auftauchen, weil die mangelnde Kommunikation zwischen den wenigen Volksvertretern und den vielen Bürgern schlichtweg nicht funktioniert.

Piraten haben außerdem den Anspruch an sich vernünftige Politik zu betreiben. Ergo: Wir  versuchen nicht Politik für einzelne Interessenverbände zu machen sondern die beste Lösung für aktuelle Probleme zu finden.

Darüber hinaus ist es natürlich so, dass uns eine Vielzahl der Bürger noch nicht kennt, beziehungsweise auch noch nicht weiß, was wir vertreten. Wir wollen also natürlich auch Kontakt und Austausch, sowie Bekanntheit der Piraten und Informiertheit über piratige Themen.

Wie sieht ein Pirate Thing aus ?

1. Man sucht eine Zeit und einen repräsentativen, gut erreichbaren Ort.

2. Man bewirbt die Veranstaltung ordentlich, damit auch möglichst viele Bürger, Piraten und Experten kommen.

3. Man bittet Experten und Bürger sowie ganz viele Piraten an diesen Ort zu dieser Zeit.

  • Die Experten bittet man über aktuelle politische Probleme zu berichten und diese umfassend zu beleuchten.
  • Die Bürger sollen Fragen stellen, sich im Vorfel argumentieren und Ideen für die Lösung der Probleme äußern, oder sich informieren.
  • Die Piraten koordinieren, planen, moderieren und protokollieren die Ideen.

4. Vor Ort werden Gruppen gebildet, die sich mit einem bestimmten Thema befassen.

5. Die Experten geben einen Einblick in die Ist-Situation, danach werden Erfahrungen ausgetauscht und Pros und Contras erwogen. Gemeinsam wird versucht Lösungen für das jeweilige Problem zu finden. Die Lösungen werden wiederum protokolliert. Dieser Prozess wird moderiert, damit es auch zu einer Lösungsfindung kommt (und man irgendwann auch mal aufhört die Probleme zu umkreisen).

6. Die Verschiedenen Diskussionen werden für alle in Kürze zusammengefasst und die gefundenen Lösungen vorgestellt.

7. Anschließend werden Meinungsbilder über die gefundenen Lösungen erhoben. ( Würden sie diese Lösung unterstützen ?)

8. Die Ergebnisse werden veröffentlicht.

9. Die Ergebnisse werden seitens der Piraten diskutiert und in der programmatischen Arbeit berücksichtigt.

Was braucht man für ein Pirate Thing ?

  1. Einen repräsentativen Ort mit mehreren Räumen und einen günstigen Termin.
  2. Vorbereitung, aktive Bewerbung, Moderatoren, Experten und Bürger.
  3. Flipcharts, Beamer, Eddings, Stimmkarten ( Meinungsbild), Getränke, Futter, günstige Übernachtungsmöglichkeiten.
  4. Themen
  5. Presse

Warum sollte man ein Pirate Thing organisieren ?

Die Piraten sehen sich als Menschen, die sich stärkere Mitbestimmungsrechte für die Bürger wünschen. Ebenso wollen wir Bürgerbeteiligung fördern und kultivieren, daher sollten wir bei uns damit beginnen  und uns für en Dialog mit den Bürgern stärker öffnen als andere Parteien dies tun.

Dieser Kontakt zu den Bürgern sollte meiner Ansicht nach von Angesicht zu Angesicht geschehen, Mailinglisten, Blogeinträge, Homepages sowie soziale Netzwerkdienste können diesen persönlichen Kontakt nicht im geringsten ersetzen.

Der gegenseitige Austausch kann dabei helfen die besten Positionen für aktuelle Probleme zu finden, da viele Menschen mehr Ideen haben.

Last but not Least: Wir zeigen den Menschen da draußen, dass es noch Interessengruppen, Menschen und Parteien gibt, die sich für ihre Meinung interessieren.

Änderhaken setzen

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles: Geht wählen, geht Piraten wählen geht mich wählen !

Danach könnt ihr dan gern im Cheers vorbeikommen zur Wahlparty. 19 Uhr gehts los. Viel Spaß beim ändern !

11 Gründe Rheinland-Pfalz-Piraten zu wählen

Matthias Heppner hat es treffend zusammengefasst. Sicherlich gibts mehr Gründe, aber die sind doch schon mal ein Anfang.

Piraten in Sachsen Anhalt

Ergebnisse für Sachsen Anhalt stehen fest, hier erfahrt ihr wo die Piraten wie abgeschnitten haben.

Aufgehängt + Gläsernes Mobil + Awatch II

In den letzten Tagen war ich mal wieder so sehr mit dem Wahlkampf beschäftigt, dass keine Zeit blieb um mal wieder etwas zu schreiben. Mittwoch hatten wir eine größere Plakataufhängaktion, bei der wir meien Direktkandidatenposter und noch Hamburger Plakate aufgehängt haben. Ich danke damit allen die sich beteiligt haben, vor allem den nichtpiratigen Freibeuterinnen Vera, Anna und Sylvia und dem luxemburgischen Unterstützer Sven Clement. Darüber hinaus ein dickes Lob an Martin Klöckner, der schon seit Wochen tapfer Plakate an die Laternenpfähle bringt.

Gestern und vorgestern war ich dann mit dem Gläsernen Mobil in Trier, Hermeskeil und Konz zugegen und informierte die Bürger über piratige Themen. Die Resonanz war gut, in Trier habe ich letztendlich 8 Stunden ununterbrochen geredet, da der Andrang und das Interesse etwas über uns zu erfahren, derart groß war. Die ersten Menschen erkennen mich als ” du bist doch der vom Plakat”, wenn ich Flyer überreiche oder sie anspreche: Das ist witzig !

Soeben habe ich dann meine zweite Frage auf Abgeordnetenwatch beantwortet, und warte nun darauf, dass die Antwort endlich freigeschaltet wird. Den Rest des Tages nehme ich mir mal frei.